Einführung eines neuen DMS

Mitarbeit bei der Migration von über 300.000 Dokumenten in ein neues DMS-System mit Sicherstellung der Datenqualität und Unterstützung der Anwender im Veränderungsprozess.

1. Konzeption und Planung (Strategische Vorbereitung)

Systemauswahl und -architektur

  • Anforderungsanalyse: Detaillierte Erfassung aller fachlichen Anforderungen (Archivierung, Workflow, Suche, GoBD).
  • Integrationsplan: Definition der Schnittstellen zu Drittsystemen (ERP, CRM) und der benötigten API-Anbindungen.

Dateninventur und -bereinigung (Data Cleansing)

  • Bereinigungsstrategie: Vorbereitung der Altdaten (inkl. 300.000 Dokumente).
  • Identifizierung von Dubletten, ungültigen Formaten oder veralteten Dokumenten (Triage).

Metadaten-Mapping

  • Standardisierung: Definition, wie die Metadaten des alten Systems in die neue Indexstruktur des DMS überführt werden.
  • Sicherstellung der Konsistenz von Kostenstellen, Lieferanten-IDs etc.

Risikomanagement

  • Identifizierung von Risiken (Datenverlust, Ausfallzeiten, Compliance-Verletzungen).
  • Erstellung eines Notfallplans (Rollback-Strategie).

2. Migration und technische Durchführung

Migrationsstrategie (Move-Strategie)

  • Phasenplanung: Festlegung, ob Big-Bang- oder schrittweise Migration (nach Abteilungen oder Dokumententypen).
  • Piloten: Durchführung von Pilotmigrationen mit kleinen Datensätzen zur Prozessvalidierung.

Datenintegrität und -validierung

  • Verifikation: Sicherstellung, dass nach der Migration jedes Dokument im neuen System vollständig und korrekt ist.
  • Überprüfung der migrierten Dokumentenanzahl, Hash-Vergleich und Stichprobenprüfungen.

Altsystem-Stilllegung

  • Zugriffssicherheit: Planung der Stilllegung des alten DMS.
  • Sicherstellung, dass das Altsystem nur noch im Lesezugriff (Read-Only) verfügbar ist, um Compliance zu gewährleisten.

Performance-Optimierung

  • Konfiguration der Suchindizes und Caching-Mechanismen des neuen DMS, um schnelle Zugriffszeiten zu gewährleisten.

3. Change Management und Rollout

Schulungskonzept

  • Zielgruppenspezifische Schulung: Entwicklung differenzierter Trainings für Power-User und Endanwender.
  • Durchführung von Hands-on-Workshops.

Kommunikationsplan

  • Frühzeitige und regelmäßige Kommunikation an alle Stakeholder über Projektfortschritt, Vorteile und Ausfallzeiten (Go-Live-Plan).

Hypercare-Phase und Support

  • Etablierung einer intensiven Support-Phase (Hypercare) unmittelbar nach dem Rollout.
  • Benennung von Key-Usern als erste Ansprechpartner.

Akzeptanzmessung

  • Messung der Anwenderzufriedenheit und der Akzeptanz des neuen Systems durch Umfragen.
  • Monitoring der Nutzungsstatistiken.